++++++ Online - Magazin für Kommunikaton, Lebensstil und Individualität ++++++
Leserbriefe/Gästebuch Leserumfrage Ego-Links Archiv Newsletter bestellen Impressum Kontakt FAQ
philosophische Streifzüge
serien
  design by
lexaart.de
©berlinx.de
Klaus-D. Berlin
written by
Dr. Frank Naumann
Bücher von Ego-net.de:
Informieren Sie sich hier
Frank Naumann: Die Kunst des Streitens   Frank Naumann: Kleiner Machiavelli für Überlebenskünstler      Ego-net Buch
 

zur Druckversion

Der Weihnachts-Knigge
Zehn Benimm­regeln für die Festtage

Weih­nachten ist das Fest der Liebe. Wie überall, wo es um Zunei­gung, Dank­barkeit und andere große Gefühle geht, lauern jede Menge Fett­näpf­chen. Egonet sagt Ihnen, wie Sie diplo­matisch ärger­liche Fallen um­schiffen.

1. Wem muss man Weih­nachts­kar­ten schick­en?
Eine Weihnachtskarte im Brief­kasten zu finden, ist immer eine Freude. Wem wollen Sie gern eine Freude bereiten? Nahe Angehörige und gute Freunde, mit denen Sie auch sonst regelmäßig Kontakt halten. Außerdem jedem, der Ihnen letztes Jahr eine solche Karte sandte. Außerdem beantworten Sie alle Karten, die Sie vor Weihnachten bekommen. (Ausnahmen: Massenversand von Firmen, deren Kunde Sie sind.) Ist die Zeit zu knapp, um rechtzeitig zu antworten, schicken Sie statt dessen Anfang Januar gute Wünsche für erfolgreiches neues Jahr.

2. Kann ich Sammelmails verschicken?
Karten schreiben macht Arbeit. Eine Einheitsmail mit der Anrede „Liebe Freunde“ reduziert den Aufwand, verstößt aber gegen die Benimmregeln. Grund: Der Empfänger fühlt sich nicht persönlich gemeint, sondern als Teil einer anonymen Masse. Ob Mail oder Ansichtskarte ist eine Frage der Generation. Aber auch Mails sollten immer persönlich sein. Sie können ja einen Einheitstext vorbereiten. Doch kopieren sie ihn jedem in seine persönliche Mail, die Sie einzeln mit persönlicher Anrede versenden.

3. Muss ich meine ganze Familie zu Weihnachten einladen?
Wenn Sie das in den vergangenen Jahren gemacht haben, ist eine Tradition entstanden. Ihre Gäste erwarten automatisch, auch diesmal Ihre Einladung zu erhalten. Wenn das keine lebenslange Verpflichtung werden soll, steigen Sie feinfühlig und rechtzeitig aus. Sagen Sie frühzeitig – möglichst schon im November – dass Sie diesmal im kleinen Kreis, gar nicht oder nicht bei sich zu Haus feiern werden. Schlagen Sie Ihren wichtigsten Gästen eine Alternative vor, zum Beispiel ein Neujahrsessen oder ein Treffen an einem Adventssonntag.

4. Muss ich die Weihnachtseinladung der Eltern annehmen?
Oft erwarten die Eltern – oder Eltern und Schwiegereltern im Wechsel – Ihre Kinder als Gäste, Das kann eine Last sein. Vor allem, wenn man sich nicht sonderlich versteht oder einen Widerwillen gegen bestimmte Rituale hat. Sie können absagen, wenn Sie glaubhaft eine andere Verpflichtung vorweisen können. Zum Beispiel eine Urlaubsreise oder eine Feier bei einer anderen wichtigen Person, die auf keinen anderen Zeitpunkt verschoben werden kann.

5. Muss ich an der Weihnachtsfeier in der Firma teilnehmen?
Unbedingt. Selbst wenn Sie sich dort langweilen, die Musik und die Trinkerei nicht mögen. Wer hingeht, zeigt dass er sich zur Firma zugehörig fühlt. Wer sich weigert, erklärt sich zum Außenseiter und kann leicht vom Team als Mobbingopfer auserkoren werden. Außerdem erfahren Sie auf solchen Feiern mehr über unterschwellige Geheimnisse und Animositäten als auf zehn Dienstberatungen. Gehen Sie hin und hören Sie gut zu, wenn die Kollegen sich das Herz ausschütten wollen. Wenn der Chef Sie bierselig umarmt und Ihnen das „Du“ anbietet, sollten Sie am nächsten Morgen so tun, als wäre nichts geschehen.

6. Ich bekomme etwas geschenkt, was ich schon habe. Was tun?
Das dürfen Sie dem Schenker offen sagen. Bitten Sie ihn, es mit seinem Kassenbon umzutauschen. Erleichtern Sie ihm die Aufgabe. Machen Sie ihm Vorschläge, was Sie statt dessen gern hätten – natürlich in der gleichen Preisklasse. Die gleiche Regel gilt, wenn es sich – bei Kleidung und Schuhen– um die falsche Größe handelt.

7. Ich erhalte ein Geschenk, das absolut nicht mein Geschmack ist. Darf ich es zurückweisen?
Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Wenn Sie ein „Gemälde“ erhalten und der „Künstler“ verlangt, dass Sie es gleich an Ihre Wand hängen, dürfen Sie sich weigern. Sagen Sie: „Ich möchte, dass diese Wand frei bleibt.“ Oder „Dafür habe ich mir etwas anderes vorgestellt.“ Bei Schmuck oder Kleidung sagen Sie: „Danke. Ich fürchte nur, es passt nicht zu meiner übrigen Garderobe.“ Bitten Sie, das Teil umzutauschen, und sagen Sie möglichst genau, was Sie statt dessen wollen. Den „Ersatz“ müssen Sie dann akzeptieren. Wenn Sie Streit und Kränkung vermeiden wollen, können Sie das Geschenk auch annehmen. Überlegen Sie aber, ob der andere erwartet, dass Sie es stets tragen, wenn Sie ihm begegnen. Heben Sie es mindestens ein Jahr auf, bevor Sie es entsorgen. Übrigens: Weiterverschenken ist laut Benimm verboten!

8. Wir wollten uns dies Jahr nichts schenken. Ich hielt mich dran, der andere nicht. Was nun?
Beschweren Sie sich nicht über das gebrochene Versprechen. Das weiß der andere ohnehin. Sagen Sie: „Ich freue mich. Damit habe ich nicht gerechnet.“ Sie sind nicht zu einem Gegengeschenk verpflichtet. Wenn noch Zeit ist bis Weihnachten, werden Sie dennoch eine Gegengabe besorgen. Ansonsten revanchieren Sie sich bei nächsten Gelegenheit auf andere Weise, zum Beispiel mit einer Einladung.

9. Ich erhalte ein unerwartetes Geschenk, das mich zu einer Gegenleistung verpflichten soll.
Ein Nachbar schenkt Ihnen etwas, weil er möchte, dass Sie in seinem nächsten Urlaub seine Katzen betreuen. Ein Kollege, weil er möchte, dass Sie für ihn bei Bedarf Schichten übernehmen. Ein entfernter Kumpel, weil er demnächst Hilfe beim Umzug braucht. In all diesen Fällen sollten Sie das Geschenk nicht zurückweisen. Der andere würde sein Gesicht verlieren. Sie wollen sich doch keinen Feind machen? Also sagen Sie: „Danke. Das kommt unerwartet.“ Wenn der Gegen-Gefallen eingefordert wird, verhalten Sie sich so, als hätten Sie nie ein Geschenk bekommen. Ob Sie den Gefallen erweisen, entscheiden Sie ohne moralischen Druck und nur aus Ihrer Situation heraus. Das heißt: Wenn Sie gern beim Umzug helfen, tun Sie es, ansonsten sagen Sie freundlich aber bestimmt Nein.

10. Ich hab keine passende Geschenkidee. Darf ich Geld verschenken?
Geld zeugt von mangelnder Phantasie. Schenken Sie lieber einen Bildband oder eine CD. Sie können sich natürlich sagen, dass ein Geldgeschenk garantiert nicht ungenutzt weggeworfen wird. Geldscheine im Briefumschlag sind in folgenden zwei Fällen sinnvoll:

  • Ein naher Angehöriger oder Freund plant eine größere Anschaffung,  und Sie geben eine bestimmte Summe ausdrücklich für diese Anschaffung.
  • Sie sind älter und schenken einem/r Jüngeren Geld für einen größeren Wunsch, für den Taschengeld oder Ausbildungsbeihilfe nicht reichen, zum Beispiel für den Führerschein.

In diesen Fällen gilt: Die Verpackung macht’s. Legen Sie eine witzige Karte bei und schreiben Sie einige persönliche Worte dazu. Sie können auch das Geld z.B. in kleinen Scheinen zu Blumen falten.

Anleitungen dazu finden Sie z.B. in: Die 101 schönsten Geldgeschenk-Ideen

Lesen Sie bei uns auch:
Schenken Warum wir unsere Nächsten mit Gaben erfreuen
Geschenke für die Liebsten Sind Frauen das großzügigere Geschlecht?
Gaben für die Lieben Kleine Philosophie des Schenkens
Weihnachtsstress Warum tun wir uns das an?
Was wissen wir vom Weihnachtsmann? Der 24. Dezember – streng wissenschaftlich betrachtet

veröffentlicht im Dezember 2009 © by www.berlinx.de

zur Druckversion

In Partnerschaft mit
Amazon.de

LOVEPOINT - Liebe oder Seitensprung? - Click it

in
bis EUR Zimmer
copyright by Axel Hörnig
Der erste Eindruck  
Kränkungen  
Risiko  
Faulheit  
Diplomatisches Geschick  
Ordnung halten  
Glück  
Mut zum Neubeginn  
Traditionelle Werte aktuell wie nie  
Ziele erreichen  
Autofarben  
Schnelle Tröster  
Benimm ist in  
Messies  
Summer Feeling  
Urlaub und doch nicht erholt  
Mediation  
Gefühl und Vernunft  
Warten  
Mut zum Neuanfang  
Starker Charakter  
Grübeln  
Der Sinn des Lebens  
Energie laden  
Die Alters-Lüge  
Ich find mich toll!  
Erfolgreich in Krisenzeiten  
Pleite – aber mit Niveau  
Provisorisch leben  
Guter Rat gesucht  
Seilschaften  
Resilienz  
Glückstraining  
Das Loha-Prinzip  
Mut  
Mächtiger als der stärkste Wille  
Verlieren will gelernt sein  
Neugier  
Außergewöhnlich oder Mittelmaß  
Erröten  
Illusionen  
Gerüchte  
Nie mehr faule Ausreden!  
Die Kunst des Lächelns  
Fluchen  
Intuition  
Sündigen  
Lebensziele  
Authentizität  
Erholung  
Zu früh gefreut, zu spät bereut  
Wut  
Stolz  
Mentale Fitness  
Langeweile  
Geborgenheit  
Intuitiv entscheiden  
Die Wiederkehr der Werte  
Angst vor der Angst  
Furcht  
Aha-Erlebnis  
Phobien  
Die Einkaufs-Fallen  
Scham  
Sommer­trägheit  
Selbstwertgefühl  
Ego Coaching (I)  
Ego Coaching (II)  
Das Stehauf­männchen-Prinzip  
Weihnachtsstress  
Wünsche  
Respekt  
Gedanken lesen  
Trösten  
Patienten­verfügung  
Die Kunst der Freund­lichkeit  
Ärger mit den Verpa­ckungen  
Der Matthäus-Effekt  
Aufschieberitis  
Der Weihnachts-Knigge  
Entrümpeln  
Die Kunst der Intuition  
K.-o.-Tropfen  
Schulden oder Überfluss?  
Bald hab ich Urlaub!  
Verzeihen  
Intrige  
Konzentration  
Die Fünf-Minuten-Oase  
Kontakt gesucht  
Neugier  
Ihr guter Ruf (I)  
Ihr guter Ruf (II)  
Macht gewinnen  
12 gute Vorsätze zum neuen Jahr  
Raus aus den Federn!  
Ratschläge erteilen  
Nein sagen  
Schulden machen  
Hochsensibel  
Weihnachtswissen  
Frühling  für die Seele  
Das perfekte Gedächtnis (I)  
Das perfekte Gedächtnis (II)  
Schadenfreude  
Clever schenken  
Mit Dingen reden  
Weinen lernen  
Deppen-Alarm  
Ab heute will ich mich ändern  
Kopfkino  
Knete, Mäuse und Moneten  
zum Seitenanfang zur Startseite Archiv Newsletter bestellen Impressum Kontakt FAQ
 
zurück zur Startseite