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Summer Feeling
Unbeschwert die sonnige Jahreszeit genießen
Sonne, Strand und Spaziergänge in lauen Nächten – über neunzig Prozent der Deutschen lieben den Sommer mehr als jede andere Jahreszeit. Egonet verabschiedet sich in die Sommerpause mit ein paar Tipps für entspannte Wochen.
Millionen freuen sich auf ihren Urlaub. Egal, ob Sie ihn
zu Haus verbringen oder irgendwo in der Ferne – keine andere Jahreszeit eignet
sich so gut, Stress abzubauen, lästige Pfunde loszuwerden und sich an eine
gelassenere Lebensart zu gewöhnen. Je wärmer das Klima, desto heißer einerseits
das Temperament, desto ruhiger andererseits das Alltagstempo. Wenn das Quecksilber
die 30-Grad-Marke übersteigt, lässt auch bei uns die Hektik nach. Die perfekte
Gelegenheit, Ballast abzuwerfen und den inneren Antreiber in den Urlaub zu
verabschieden.
Sonne tanken. Nie strahlt ihr Licht heller als in
den Sommermonaten – das ideale Mittel gegen schlechte Stimmung. Seit einigen
Jahren verordnen Ärzte Licht gegen Depressionen. Andererseits warnen sie vor
einem Übermaß an UV-Strahlung. Daher in den Mittagsstunden nie ohne Sonnenschutz
nach draußen. Doch trotz dieser Warnungen überwiegen die gesundheitlichen
Vorteile des Sonnenlichts. William Grant aus Newport (USA) hat Krebsdaten
aus den Jahren 1970 bis 1994 ausgewertet. Schiene überall in den USA die Sonne
so beständig wie in Kalifornien, würden pro Jahr zwar 3000 Menschen zusätzlich
infolge Hautkrebs sterben. Zugleich gäbe es jedoch 30 000 Tote weniger durch
Blasen-, Brust-, Darm- und zahlreiche andere Krebsarten. Schon frühere Studien
aus Europa hatten gezeigt, dass der Mangel an Sonnenlicht einer der Risikofaktoren
für Brustkrebs ist. Kinder, die sich zuviel in der Sonne aufhalten, haben
ein erhöhtes Hautkrebsrisiko. Kinder, die jedem Sonnenlicht fern bleiben,
aber auch. Außerdem fanden australische Wissenschaftler, dass Sonnenkinder
später seltener an Multipler Sklerose erkranken als ihre blassen Altersgenossen.
Sinne öffnen. Die Natur erstrahlt in allen Farben.
Blütenduft, Vogelzwitschern, kitzelnde Grashalme und süße Früchte beschäftigen
die übrigen Sinne. Die Fähigkeit zu genießen trainiert jeder, der das Grübeln
abschaltet und statt dessen vielfältigen Sinnesreizen lange und bewusst nachspürt.
Nur wer sich nach draußen begibt, in möglichst verschiedene Umgebungen, kann
den ganzen Reichtum der Natur auf sich einwirken lassen und sein sinnliches
Gedächtnis mit vielfältigen Eindrücken anreichern. Selbst ein Schäferstündchen
gibt mehr Spaß und Abwechslung, wenn es mal außerhalb der eigenen vier Wände
stattfindet. Und in welcher anderen Jahreszeit lassen die Außentemperaturen
solche Ausflüge zu?
Siesta. Mit der Klimaerwärmung wird die südländische
Sitte, mittags mehrere Stunden die Arbeit ruhen zu lassen, auch bei uns zu
einer angenehmen Alternative. Denken Sie an den Rekordsommer 2003. Wer ist
bei 40 Grad im Schatten noch zu voller Leistung fähig? Wenn Sie die Chance
haben, ihre Arbeit selbst einteilen zu können: Lieber dem Rhythmus der Sonne
folgen, die uns im Sommer schon zu früher Morgenstunde weckt, und früh anfangen.
Dafür in den vier heißesten Stunden entspannen und am späten Nachmittag noch
einmal eine Runde arbeiten. Noch besser: An kühlen Tagen vorarbeiten und dafür
in der heißesten Zeit ein paar freie Tage einlegen. Und abends eine Strandparty
– sie kann durchaus im Garten stattfinden. Entscheidend sind die exotischen
Drinks, der späte Sonnenuntergang, leichte, formlose Bekleidung und gut gelaunte
Freunde in großer Zahl. Im Freien haben Sie Platz für mehr Leute als in Ihrer
Wohnung. Die optimale Zeit, neue Bekanntschaften zu schließen.
Schlank und sportlich. Je wärmer es wird, desto geringer
der Appetit auf schwere Nahrung. Obst und leichte Snacks schmecken jetzt besser
als Schnitzel oder Eisbein. Bewegung im Freien – Radtouren, Schwimmen – erhöht
auf der anderen Seite den Kalorienverbrauch. Nutzen Sie die Gelegenheit, ein
paar Pfunde los zu werden. Und wer sich schon immer vorgenommen hatte, Ausgleichssport
in seinen Alltag einzubauen – jetzt ist dazu die beste Gelegenheit. In lauen
Abendstunden im Sommer überwinden Sie die innere Trägheit am leichtesten.
Bis zum Herbst ist Ihr gesünderes Leben dann schon eine Gewohnheit geworden,
die Sie auch in den kühleren Monaten nicht missen wollen.
Kreativität. Die Hitze zwingt uns, gemächlicher voranzuschreiten
und übliche Routinen schleifen zu lassen. Die Umstellung öffnet den Kopf für
neue Ideen. Die vermehrten Sinneseindrücke unterstützen ihn dabei. Es lohnt
daher, die üblichen Pflichtarbeiten zurückzufahren, dafür aber Pläne für kommende
Vorhaben zu durchdenken. In entspannten Phasen, wenn Sie innerlich einen Schritt
zurücktreten, kommen die besten Einfälle zum Vorschein. Der Herbst erlaubt
dann, die Spreu vom Weizen zu trennen, also Geistesblitze von Hirngespinsten
zu scheiden. Im Winter gehen Sie daran, Ihre zwei oder drei originellsten
Eingebungen systematisch auszuarbeiten und in die Praxis umzusetzen.
Egonet wünscht allen Leserinnen und Lesern einen erholsamen
Sommer!
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Juni 2004 © by www.berlinx.de
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