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- Der Klang der Stimme
einer/s Unbekannten bestimmt wesentlich
den ersten Eindruck, den wir von ihr/ihm
gewinnen besonders, wenn der erste
Kontakt am Telefon erfolgt. Die Stimme
kann flüstern, säuseln, krächzen,
brummen und brüllen. Sie kann flach,
hektisch und monoton klingen oder im
Gegenteil mit Resonanz, Volumen und
Vibrato schwingen. Ihr Klang ist mehr als
ein Zusammenspiel von Lippen, Kehlkopf
und Zunge. Sie sagt uns, ob eine Mensch
interessant, langweilig, gefühlvoll,
kalt oder erotisch ist. Manch
beeindruckender Hüne enttäuscht, sobald
er den Mund öffnet. Hingegen kann eine
eher unauffällige Erscheinung durch
einen warmen Bariton mächtig an
Ausstrahlung gewinnen.
- Ebenso wirkt eine Frau mit
piepsiger Stimme naiv, unbedarft oder
zumindest als leicht zu beeindrucken.
Spricht sie tief und kraftvoll,
schließen wir auf eine ebensolche
Persönlichkeit. Nicht selten täuscht
dieser erste Eindruck. Nur die
Sprechweise ob wir schnell oder
langsam, monoton oder lebhaft reden
läßt Rückschlüsse auf den
Charakter zu. Die Stimmhöhe hängt
dagegen von biologischen Faktoren
(Resonanzräume im Rachen, Größe der
Stimmlippen im Kehlkopf, Menge des
Hormons Testosteron u.ä.) ab. Der
deutlichen Unterschied von männlicher
und weiblicher Stimme, den wir beim
Menschen täglich beobachten, findet sich
übrigens bei keiner anderen Tierart. Ob
Singvögel, Hunde, Katzen, Schimpansen
Männlein und Weiblein sind, was
den Klang der Stimme betrifft, völlig
gleich.
- Wer im Beruf häufig
öffentlich reden oder per Telefon
Kontakte herstellen muß, wird bewußt
auf die Wirkung seiner Stimme achten.
Ruhig durchatmen, Pausen machen, das
Sprechtempo drosseln,
Begeisterungsfähigkeit in die Rede
legen, die Sprechweise variieren
das sind einige Prinzipien, die jeder
gute Redner beherzigt. Sie werden in
Rhetorikkursen geübt.
- Jeder weiß:
- wer nasal spricht, gilt
schnell als weinerlich oder hochnäsig
- eine monotone Rede verrät
mangelnde Begeisterungsfähigkeit
- Leute mit dünnem
Stimmchen wirken unsicher und unreif.
- Dagegen gilt eine tiefe,
resonanzreiche Männerstimme als
äußerst erotisch. Bei rund fünf
Prozent aller Männer werden Frauen
allein aufgrund ihrer Stimme schwach.
Viele Sänger(innen) und
Schauspieler(innen) erkennt man auf
Anhieb an ihrer Stimme.
- Wie jeder weiß, ist die
Stimme unser natürliches
Musikinstrument. Wie bei einer Geige kann
man ungeübt darauf herumkratzen oder
ihre Möglichkeiten durch Üben und
Wissen voll entfalten. Leider bemerkt man
die eigenen Stimm-sünden
erst, wenn man sich einmal eine
Tonbandaufnahme von sich selbst anhört.
Fast jeder erschrickt: Die eigene Stimme
klingt fremd, und alle Schwächen treten
erbarmungslos hervor. So wie kaum jemand
über ein perfektes Aussehen verfügt,
besitzen auch die wenigsten von uns ein
perfektes Sprechorgan. Dennoch läßt
sich einiges zur Verbesserung der
Klangqualität tun.
Stimm
eigenschaft |
Ursache |
Was man
dagegen tun kann |
| undeutliche Aussprache |
schlechte Angewohnheit, zu
schwache Muskulatur |
Texte mit scharfem Flüstern
vorlesen. Oder einen Plastikkorken
zwischen die Zähne nehmen und laut
lesen. |
| klingt piepsig und flach, was
der/die Sprecher(in) oft durch erhöhte
Lautstärke auszugleichen versucht, was
unangenehm klingt |
zuwenig Resonanz durch
Anspannung und schlechte Haltung |
- Kauübung: Mit
offenem Mund Kaubewegungen
ausführen und dabei kurze Silben
sprechen, in denen
au, a,
und u vorkommen:
mjum, mjaum, u.ä.
- Auf gerade Haltung
achten.
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| klingt emotionslos |
mangelnde
Begeisterungsfähigkeit oder zu flache
Atmung (ohne Zwerchfell) |
Bewußt auf Bauchatmung achten.
Dabei wölbt sich der Bauch nach vorn,
das Zwerchfell senkt sich. Optimal, wenn
sich zugleich die Rippen nach außen
bewegen. Das ist ein Hinweis, daß sich
die Lungen mit viel Luft füllen.
Kontrollieren Sie Ihre Atmung, indem Sie
beim Ein- und Ausatmen Ihre Hände teils
auf den Bauch und teils seitlich auf die
Rippen legen. |
| klingt zu hoch |
Anspannung im Zwerchfell-,
Kehlkopf- und Stimmlippenbereich |
Mit geschlossenen Lippen
gähnen, das entspannt den Kehlkopf.
Bewußt langsamer sprechen und ruhiger
atmen. |
| klingt zu monoton |
Unsicherheit, Ängstlichkeit,
fehlende Anteilnahme am Inhalt |
Mehr Engagement. Während des
Sprechens öfter mal eine Pause wagen,
mal langsamer und mal schneller sprechen.
Außerdem hilft folgende Übung: Sprechen
Sie lauter O oder U, indem Sie mit so
hoher Stimme wie möglich anfangen, aber
dann die Stimme Ton für Ton in den
Baßbereich fallen und wieder in die
Höhe steigen lassen. |
Aber selbst eine
ungeübte Stimme klingt gut, wenn ihr Eigentümer
aus dem Brustton der Überzeugung spricht. Wenn
Sie sich mit Begeisterung zu einem Thema
äußern, das Ihnen am Herzen liegt, vergessen
die Zuhörer Ihre Stimme und lassen sich von
Ihrer Anteilnahme am Inhalt mitreißen.
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